Samstag, 6. März 2010

Geschafft!!!

Wir haben es tatsächlich geschafft! Der letzte Arbeitstag liegt hinter uns und obwohl der Abschied von der Farm und den Leuten doch relativ traurig war bin ich froh, dass wir den Teil unserer Reise hoffentlich komplett hinter uns haben.

Und jetzt wo wir frei sind haben wir den ersten freien Tag auch gleich mal genossen und sind zum Rodeo gegangen. Denn fast jeder Ort hier in Australien hat einmal im Jahr ein Rodeo und zufällig war dieses Wochenende Rodeo in Stanthopre. Das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen.


Also sind wir trotz Rege uns Kälte mit dem Bus in die Stadt gefahren und haben von 17 Uhr an in der Arena gesessen und auf die Bullen gewartet.


Aber zuerst kamen mal Pferde. Denn angefangen hat der Abend (mit bestimmt 20 Minuten Verspätung) mit einem Rennen auf Zeit um Ölkanister. War schon relativ beeindruckend, wie schnell so ein Pferd um solche Tonnen rennen kann und dabei trotzdem nicht aus dem Gleichgewicht kommt...

Dann kam aber endlich das, worauf wir schon den ganzen Abend gewartet haben. Das eigentliche Rodeo. Und zwar einmal auf Pferden und einmal auf den Bullen. Die Pferde waren von Anfang an klasse und da sie auch einfach nur im Kreis rumlaufen, sobald sie ihren Reiter abgeworfen haben kam einem das auch gar nicht so gefährlich vor. Die Bullen hingegen waren schon etwas anderes. Zuerst waren sie relativ klein und haben sich schnell beruhigt, nachdem sie ihren Reiter los geworden sind, aber mit der Zeit wurden sie immer größer und schwerer. Und diese Riesen haben sich auch nicht mehr alle nur damit begnügt ihren Reiter abzuwerfen, sondern sind dem einen oder anderen Reiter auch nachgegangen, nachdem er schon auf dem Boden lag. Ich denke, da kann jeder von Glück reden, wenn er heil aus einer solchen Nummer kommt. Besonders brenzlig kamen mir jedoch sie zwei Mal vor, als ein Reiter vom Bullen gefallen ist, aber mit der Hand in einem Sein am Bullen hängen geblieben ist. Der Bulle ist einfach weiter durch die Arena getobt und der Cowboy hin mit der Hand an ihm fest und wurde durch die Gegend geschleudert. Gut, dass die Clowns das sofort versucht haben zu helfen und sich die Schlingen relativ schnell gelöst haben...

Alles in allem sah das Ganze aber doch sehr gefährlich aus, was an der Faszination jedoch nichts geändert hat. Schließlich haben wir den ganzen Abend in der Kälte (und es war wirklich kalt!) ausgehalten, ohne darüber nach zu denken früher zu gehen nur um ins warme zu kommen. So was muss man schließlich auch mal erlebt haben.

Mittwoch, 24. Februar 2010

Wir arbeiten immer noch...

...aber nur noch diese und nächste Woche. Dann geht es endlich wieder auf Reisen. Aber bis dahin kann ich euch gerne noch mit ein paar Arbeitsbildern unterhalten:


So sieht es aus, wenn wir alle im Feld stehen und ernten

oder vor unserem Traktor stehen

und das ist das Ergebnis unserer Arbeit!

Da mache ich einfach mal eine kurze Pause!

Und so sehen die Salatreihen aus, die wir hacken müssen.

Und da entspannen wir nach der Arbeit einfach mal im Schwimmbad!!!

Sonntag, 31. Januar 2010

Essensnotstand

Nein, in Australien gibt es keine Hungersnot, und wir haben auch genug Geld, um uns Essen zu kaufen, aber ich bin es langsam aber sicher leid jede Woche immer das gleiche zu Essen...!
Deswegen sende ich diesen Hilferuf. Was esst ihr denn alle so Zuhause? Keine Nudeln mit Hacksoße oder Spinat, keine Pfankuchen oder Spiegelei. Keinen Bratreis und keine Bratnudeln oder Kartoffeln... Was zur Hölle kann man außer diesen Sachen noch essen?
Helft uns bitte diese Krise zu überwinden! Wir brauchen dringend Vorschläge und genauere Rezepte könnt ihr jeder Zeit an meine E-Mail-Adresse schicken.

Danke!

Sonntag, 24. Januar 2010

Wenn der Regen ausbleibt

Ja, wenn der Regen weiterhin ausbleibt sieht es mit meinem Job gar nicht so gut aus. Denn die Seen, aus denen die Farm wässert werden jeden Tag kleiner und zwar mit einer Geschwindigkeit, in der man zugucken kann. Das Wasser verschwindet einfach in all den Feldern und wenn es kein Wasser mehr gibt, kann man nicht weiter anbauen, was bedeutet, dass nur noch der Rest geerntet wird und man dann bis in den Herbst auf den Regen warten muss.

Das heißt für mich, wenn es in den nächsten zwei Wochen nicht regnet (und zwar genug um wenigstens einen guten Teil der Seen wieder aufzufüllen) werde ich nur noch diese zwei Wochen pflanzen können und dann fällt dieser Teil meines Jobs einfach weg. Und da ich ca. die Hälfte der Zeit auf der Farm mit pflanzen von neuem Salat und Broccoli verbringe, wäre das für mich wirklich schlecht, da ich dann nicht weiß, ob und wie lange ich noch weiterarbeiten kann.

Wie man also sieht bin ich in diesem Jahr direkt von der Hitzewelle betroffen und mir bleibt einfach nur übrig, auf Regen zu hoffen, egal wie ungerne ich im Nassen arbeite. Aber wenn ich ehrlich sein soll lassen weder der wolkenlose blaue Himmel und die 35°C draußen, noch die Wettervorhersage auf Regen hoffen. Was bleibt also? Abwarten!



So sieht es auch, wenn ich arbeite: Wir tragen die Pflanzen vom Truck auf den Traktor und dann kommen sie in so ein Feld…

Mittwoch, 20. Januar 2010

Broccoli und andere giftige Dinge


Ja, wir haben schon lange nichts mehr von uns hören lassen, aber unser Leben ist zurzeit auch nicht so spannend, dass es viel zu berichten gibt. Wir arbeiten beide so viel, wie wir können um möglichst schnell alles Geld für den Rest der Reise zusammen zu bekommen (wir hoffen, dass wir nicht mehr arbeiten müssen, wenn wir hier wegfahren) und außerdem die Zeit zusammenbekommen, die wir arbeiten müssen um ein zweites Visa beantragen zu können. Man weiß ja nie… Deswegen sind wir auch an den Wochenenden meistens nicht zu besonders großen und anstrengenden Dingen aufgelegt und ich verschlafe fast immer meinen freien Sonntag und versuche alle meine Gedanken so weit wie möglich von der Farm weg zu bekommen.

Denn immer, wenn ich an die Farm denken muss, sehe ich in meinem Kopf Felder voller Broccoli vor mir, den ich ernten muss und habe ständig den Geruch in der Nase. Obwohl das nicht mal unbedingt Einbildung sein muss, denn ich bekomme den Geruch einfach nicht mehr aus meinen Sachen und dabei macht es auch keinen Unterschied, wie oft ich sie in die Waschmaschine stecke. Es hat sich einfach darin festgesetzt und ich schätze mal, dass ich die Sachen die ich die meiste Zeit auf der Farm getragen habe einfach wegschmeißen werde, wenn wir weiterziehen. Ich halte den Geruch einfach nicht mehr aus. Man kann es also ganz kurz machen: Ich mag keinen Broccoli mehr! Man könnte sogar so weit gehen zu sagen, dass ich ihn hasse! Wer mir Broccoli anbietet will mich vergiften und dementsprechend werde ich auch reagieren müssen! Schafft dieses Gemüse ab, dass brauch doch keiner!!!

Aber Broccoli ist nicht das einzige giftige, was man auf einer solchen Farm finden kann. Denn grade in den letzten Wochen kommen immer mehr Spinnen zum Vorschein, von denen eigentlich alle beißen können und eine gute Anzahl dich sogar ernstlich krank machen würde. Glücklicherweise hatte ich an einem der Tage an dem wir ein besonders „nettes“ Exemplar entdeckt haben sogar meine Kamera dabei, damit ich euch eins dieser wundervollen Tierchen mal zeigen kann.

Freitag, 1. Januar 2010

2010, das wird mein Jahr!

Ja, auch wir sind in das neue Jahr gestartet und das sogar ganze 9 Stunden vor euch! Und nicht nur das wir in einer völlig anderen Zeit leben als ihr, nein wir mussten sogar auf die Raketen und das restliche Feuerwerk verzichten. Schrecklich, aber wahr, denn aus Brandschutzgründen darf in ganz Australien nur die Regierung Feuerwerk kaufen.
Trotzdem war unser Silvester wirklich gut, denn das Hostel hat sich jede Menge lustiger Sachen für uns ausgedacht. Nachdem ich also von der Arbeit zurück war und geduscht hatte, habe ich mir erstmal eine Maske für den Abend gebastelt.



Den Abend haben wir dann mit allen zusammen in der Küche verbracht, wo wir Spiele gespielt haben und die Kleinigkeiten die das Hostel bereitgestellt hat genossen haben. Es gab zum Beispiel Toast mit bunten Streuseln und sie haben das Alkoholverbot nicht nur aufgehoben, sondern es gab auch noch freies Bier, freien Wein und etwas Sekt. Uns so haben wir einen doch recht lustigen Abend genossen. Was man auch daran erkennen kann, das es nicht mehr möglich war ein Gruppenbild zu machen, dass nicht verwackelt war…



Um Mitternacht konnten wir dann auf einer großen Leinwand in der Küche das Feuerwerk aus Sydney sehen (mit einer Stunde Zeitverzögerung allerdings) und nach Mitternacht haben wir dann alle unsere guten Vorsätze fürs neue Jahr auf kleine Zettel geschrieben, die wir in Heliumluftballons haben steigen lassen. Jetzt bleibt also nur noch zu hoffen, dass die Vorsätze auch Wirklichkeit werden!



Schließlich gab es dann noch ein riesiges Langerfeuer, an dem wir den Rest der Nacht verbracht haben und da es auch nicht grade besonders kalt war und das Feuer den Rest dazu beigetragen hat, habe sogar ich es bis morgens um 3 Uhr am Feuer ausgehalten.

Frohes neues Jahr

Da wir es schon erreicht haben wünschen wir euch allen ein frohes neues Jahr!!!