Sonntag, 18. April 2010

BBQ mit Dingos



Die letzten drei Tage haben wir auf einer der größten Sandinseln der Welt verbracht – Fraser Island. Dort waren wir mit einer Gruppe in einem Allradantrieb unterwegs und haben die Insel erkundet. Wirklich eine lustige Sache, da wir völlig unabhängig von allem waren und den ganzen Tag nur machen konnten, was wir wollten. Und nachts haben wir dann am Strand unsere Zelte aufgebaut und auf einem Gaskocher mitten im Nichts gekocht.


Allerdings haben wir uns nicht gerade als die geschicktesten Camper herausgestellt, denn jede Nacht sind unter großem Gelächter und Geschrei Zelte zusammengebrochen und haben jede Menge Leute unter sich begraben… Und die Peinlichkeit and der ganzen Sache war, dass wir doch nicht ganz so alleine waren. Im Gegenteil sind wir durchgängig von wachsamen Augen beobachtet worden. Und zwar so wachsam, dass ihnen nicht eine einzige Bewegung entgangen ist. Denn Fraser ist nicht nur für seinen Sand berühmt, sondern auch für eine der größten und noch wildesten Dingo-Populationen der Welt. Und denen ist wirklich gar nichts entgangen und sie sind nachts regelmäßig in unserem Camp aufgetaucht. Und ich kann euch sagen, dass es doch sehr beeindruckend ist, wenn man im Dunkeln sitzt, weit weg von jeder Siedlung, nur Taschenlampen hat und plötzlich ein doch nicht ganz so kleiner Hund aus dem Dunklen gleich zwei Meter beben einem Auftaucht… Aber Gott sei Dank haben uns gleich am ersten Abend ein paar Ranger besucht und uns erklärt, wie man die Dingos los wird, ohne sich selber dabei in Gefahr zu begeben. Also haben wir auch das Abenteuer ohne Probleme überstanden.

Montag, 5. April 2010

Australia Zoo

Heute haben wir uns etwas ganz Besonders gegönnt und den Tag im Australia Zoo verbracht. Und ich muss sagen, dass es sich wirklich gelohnt hat.

Denn für die, die es nicht wissen ist das der Zoo, in dem der Crocodile Hunter genau jene Krokodile untergebracht hat, die er nicht wieder in die Wildnis entlasse konnte. Also bestand unser Tag natürlich zu einem Großteil daraus, Krokodile zu bewundern und ich muss ehrlich sagen, dass sie so nah und in Aktion doch noch um einiges beeindruckender sind, als im Fernsehen. Ich jedenfalls möchte mich nicht freiwillig auf den Rücken von einem so „niedlichen“ Tierchen stürzen um es zu retten, da es in der letzten Zeit doch einige Leute umgebracht hat. Wirklich Respekt, wenn man sich das traut und dann auch noch so lange überlebt.

Große Teile des Tages haben wir außerdem im Streichelzoo verbracht. Klingt komisch, ist aber so. Denn unter Streichelzoo versteht man hier etwas anders als Ziegen und Rehe. Denn hier kauft man das Futter in den Papptüten für die Kängurus und läuft dann durch die Gegend, bis man eins findet, dass man füttern und nach Möglichkeit auch noch anfassen kann. Und wir beide waren wirklich begeistert bei der Sache! Schade, dass wir in Deutschland nicht auch mal auf so einen exotischen Streichelzoo zurückgreifen können.


Donnerstag, 1. April 2010

Melbourne

So, in Melbourne habe ich genau das gemacht, was ich seit Wochen prophezeit habe: Ich war jeden, wirklich jeden einzelnen Tag einkaufen. Und soll ich euch etwas verraten? Es war traumhaft!!! Endlich keine Shirts mehr, die nach Broccoli stinken und Löcher haben und keine zerrissenen Hosen mehr, aus denen man die Dreckflecken nicht mehr raus waschen kann. Nein, jetzt sind wir beide völlig neu eingekleidet und das ist super!!!
Außerdem war gerade überall Sommerschussverkauf und deswegen waren sie Sachen oft einfach spottbillig. Und wozu brauche ich jetzt auch warme Sachen? Schließlich bin ich in drei Monaten schon fast wieder Zuhause und schließlich sollte dann der Sommer sogar in Deutschland angekommen sein.
Sonst bin ich in Melbourne viel durch die Parks gelaufen und habe zu Fuß die unterschiedlichen Stadtbereiche erkundet. War schon schön, aber ich muss zugeben, dass Sydney mehr meine Stadt war.
Wirklich Spaß hatten wir jedoch, als wir an einem Abend im Park jede Menge Opossums in den Bäumen entdeckt haben.

Montag, 29. März 2010

Und hier die Beweise

Wir haben es über einige Umwege jetzt doch geschafft die Bilder vom Surfen auf unseren Computer zu ziehen und damit ihr auch alle glaubt, dass wir ordentlich etwas gelernt haben, hier die Beweise:

Nach meiner ersten Surfstunde

Wie unglaublich groß so ein Surfbrett sein kann...

Wir hatten beim Surfen sogar solchen Spaß, dass wir uns in den letzten Tagen nochmal Bretter ausgeliehen haben, und es auf eigene Faust versucht haben. Ha, bald sind wir doch noch Profis!

Dienstag, 23. März 2010

Greate Ocean Road


Auf unserem Weg aus dem Outback nach Melbourne sind wir von Adelaide aus die ganze Zeit an der Küste entlang gefahren und haben dabei einen der angeblich schönsten Küstenstreifen Australiens gesehen. Denn die Greate Ocean Road ist hier unter allen Backpackern wirklich ein muss und auch viele Australier reisen diesen Küstenstreifen entlang. Es gab alle paar Meter einen Aussichtspunkt und einen Wanderweg und da wir fast überall angehalten haben, haben uns ein paar hunder Kilometer doch ganze zwei Tage gekostet. Allerdings hat es sich wirklich gelohnt, denn das Meer hat einfach unglaubliche Felsenformationen entstehen lassen und besonders den Sonnenuntergang haben wir unglaublich genossen.

Außerdem ist es uns endlich gelungen, einem freilebenden Koala so richtig nahe zu kommen und Fotos voon ihm zu machen. Das war eine relativ lustige Sache, da wir nur angehalten haben, da mitten auf der Straße die wir gerade gefahren sind mehrere Autos und bestimmt so 8 Leute mit Kameras standen und in die Bäume geglotzt haben. Also haben wir auch mal gestoppt und bewaffnet mit Kameras zu den anderen gestellt. Und siehe da, sitzen doch da 5 Koalas in den Bäumen und lassen sich von dem ganzen Trubel unter ihnen so gar nicht stören! Eigentlich muss das ganz schön dumm ausgesehen haben, wie wir da alle um die Bäume herum standen, aber da ja alle Leute neugierig sind haben immer und immer mehr Autos gehalten.
Außerdem sind wir auch noch diesem niedlichen Gefährten über den Weg gelaufen.

Mittwoch, 17. März 2010

Wüstenstaub

Mittlerweile haben wir uns über Melbourne und Mildura auf ins Outback gemacht und verbringen hier schon den dritten Tag. Und es ist unglaublich! Genau so habe ich es mir vorgestellt und obwohl die Hitze und die hunderten Fliegen einem auf Dauer wirklich zusetzen genießen wir hier unsere Zeit.

Hier in Broken Hill haben wir schon die Flying Doctors besichtigt, sind in eine der alten Silberminen gestiegen,

haben in einem Museum den größten Silbernugget besichtigt, der jemals gefunden wurde,

42kg, und haben eine der alten Silberstädte besucht. Morgen früh gehen wir dann noch mal in die Schule, denn hier ist die School of Air stationiert, und dann machen wir uns auch schon wieder auf den Weg an die Küste, da wir am 23.3 in Melbourne in unser Hostel einchecken wollen.

Bis dort wollen wir aber auf jeden Fall noch aus Outback mit seinen Tieren,

wir haben schon wilde Emus gesehen,

und seinem ganzen roten Staub genießen. Und wenn genug beim Verkauf unseres Autos herausspringt werden wir das ganze Geld wahrscheinlich auch in eine Tour investieren, die uns innerhalb von 10 Tagen mit einem 4WD von Alice Springs nach Adelaide bringt. Einschließlich der Wüste, den Riesenkängurus und Nächte unter den Sternen. Müssen wir also nur noch wen finden, der umbedingt unser Auto haben will. Wir jedenfalls haben es wirklich lieb gewonnen und es wird bestimmt komisch werden das erste eigene Auto wieder zu verkaufen...

Donnerstag, 11. März 2010

Surfen

Wir haben unsere ersten Urlaubstage wirklich ausgiebig genossen und unter anderem auch Surfen gelernt. Und das sogar mit ziemlichem Erfolg. Denn wir haben uns als relativ talentiert herausgestellt und schon nach ca. 90 Minuten auf unseren Brettern gestanden. Damit haben wir uns wirklich besser angestellt als viele von denen, deren dritter Tag es schon war. Mensch, waren wir stolz!

Schade nur, dass das Wasser eisig war und das Wetter relativ schlecht. Aber wer stürzt sich nicht gerne bei 14°C Wassertemperatur in die Fluten? Da bin ich doch immer dabei! Tatsächlich war es aber gar nicht so schlimm, wie ich es mir vorgestellt hatte, denn wir haben Neoprenanzüge bekommen und so sind mir nur die Füße abgefroren. Wenigstens etwas! Da mir das ganze aber unglaublichen Spaß gemacht hat, habe ich auch diese Temperaturen in Kauf genommen und habe mich zwei mal täglich in die Fluten gestürzt.

Die Fotos davon gibt es aber leider erst Zuhause, da wir sie nur auf CD haben und unser Laptop leider kein Laufwerk dafür hat. Nur ein Foto von dem Strand kann ich euch liefern...



Nebenbei haben wir allerdings auch noch andere spannende Dinge erkundet. Unter anderem haben wir die größte sich bewegende Düne der südlichen Halbkugel erklommen und waren von deren Ausmaßen wirklich beeindruckt. So gigantisch hatte ich das niemals erwartet und dass man sich in der Wüste leicht verläuft glaube ich seit diesem Anblick ohne weiteres.



Außerdem haben wir ein paar Buschfeuer passiert und mussten feststellen, dass es schon ein komisches Gefühl ist, wenn man einem Feuerwehrauto in eine einzige Rauchwolke folgt. Selbst wenn man weiß, dass der Brand von der Feuerwehr gelegt und unter Kontrolle gehalten wird. So entstehen nämlich Schneisen im Wald, die ein Feuer vom Überspringen auf angrenzenden Wald hindern soll.

Und wenn wir neben der ganzen Reise

- unser Auto hat grade die 290.000km erreicht -
mal einfach gar nichts machen, machen wir trotzdem etwas. Den nächsten Teil der Reise planen! Und das kann dann schon mal in richtige Arbeit ausarten und wir sitzen dafür tatsächlich vor Büchern und Karten und denken alles fünf Mal durch. Aber letztendlich finden wir immer eine Lösung und wenn wir das nächste Ziel erreicht haben berichten wir neue Abenteuer von der anderen Seite der Erde!